Allgemein

Kleine Anfrage: Video-Überwachung „Einheits-Expo“

05. November 2020  Allgemein, Anfragen, Parlament, Politisches

Im Zuge der Einheitsfeierlichkeiten 2020 wurde im Innenstadtbereich der Landeshauptstadt Potsdam eine weitläufige Ausstellung eröffnet. Seit Eröffnung dieser sind beispielsweise auf dem „Platz der Einheit“ oder am „Alten Markt“ Videokameras zu finden, die den Ausstellungsbereich videografieren. Unter anderen ist auch das Gebäude des Landtags offensichtlich davon betroffen. Diese Plätze sind unabhängig von der Ausstellung viel frequentierte öffentliche Orte, die auch für Veranstaltungen oder Demonstrationen genutzt werden. Die Kameras sind teilweise durch Schilder gekennzeichnet, welche jedoch nicht von jedem Standpunkt des videoüberwachten Bereichs ersichtlich sind.

Ich fragte die Landesregierung und habe Antwort erhalten.

Termin: Sprechstunde mit Isabelle Vandre am 07.10.2020

30. September 2020  Allgemein

An meinem Wahlkreistag in Potsdam am 07.10.2020 würde ich gerne mit Ihnen ins Gespräch kommen und lade Sie zu meiner Bürger_innensprechstunde zwischen 15:00 und 17:00 ins rotbloq in der Zeppelinstraße 7 ein. Bitte melden Sie sich vorher mit Ihrem Namen und einer Uhrzeit unter anfrage@rotbloq.de an. Ich freue mich auf den Austausch!

Kleine Anfrage: Polizeieinsatz beim Afrikafest am 22.08.20 in Potsdam

30. September 2020  Allgemein, Anfragen, Parlament, Politisches

Am Samstag, den 22.08.2020 fand vor dem Brandenburger Tor in Potsdam das Afrikafest statt, das in den frühen Abendstunden abgebrochen wurde. Zu diesem Schritt sahen sich die Veranstaltenden veranlasst, nachdem Ordnungsamt und Polizei fehlende Abstandsregeln kritisierten, obwohl fast alle Anwesenden Masken trugen und die Polizei laut Zeuginnen und Zeugen respektlos und rüde mit Anwesenden umgegangen sei. Die Stimmung sei gekippt, als Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten gegen 19:30 einen jungen Mann „unverhältnismäßig bedrängt“ hätten. Ganzen Beitrag lesen »

Studieren in Zeiten von Corona oder die unterlassene Hilfe der Anja Karliczek

Erst ließ das Corona – Hilfsprogramm ewig auf sich warten, dann stellte es sich als bürokratisches Monstrum heraus, dass zudem kaum geeignet ist die Studierenden in der Krise zu unterstützen. Wo genau ihr die Mittel beantragen könnt und welche weiteren Unterstützungen es in Brandenburg gibt, habe ich euch hier zusammengefasst – natürlich inclusive meiner Kritik an dem Agieren von Bundes – und Landesregierung.

rotbloq meets: Bürgerbegehren Gesunde Zukunft

Das Thema heute: die aktuellen Geschenisse im Ernst-von-Bergmann-Klinikum in Potsdam, sowie die Situation der Mitarbeiter*innen in Zeiten der Krise. Außerdem haben wir über das Bürgerbegehren Gesunde Zukunft Potsdam gesprochen. Danke an Janina für das wichtige und spannende Gespräch!

PM: Kinderrechte ins Grundgesetz!

Zum heutigen „Internationalen Tag der Kinderrechte“ erklärt die kinder- und jugendpolitische Sprecherin Isabelle Vandre:

„Kinder brauchen endlich eine gesetzliche Basis ihrer Rechte! Mit der Verabschiedung der UN-Konvention über Kinderrechte heute vor 30 Jahren hat sich das Leben von Kindern zwar verbessert, ist aber immer noch katastrophal. Millionen Kinder weltweit leiden unter Armut, Diskriminierung und Gewalt. Ganzen Beitrag lesen »

Vandre setzt auf das Direktmandat im Wahlkreis 21

Isabelle Vandre, Direktkandidatin der LINKEN im Wahlkreis 21, und Stefan Wollenberg, Kreisvorsitzender der Potsdamer LINKEN, läuteten heute bei der Präsentation der Großflächen die heiße Phase im Wahlkampf um das Direktmandat im Potsdamer Innenstadt-Wahlkreis ein.

Wollenberg erklärte, er sähe guten Chancen das Direktmandat zu gewinnen: „Wir spielen in Babelsberg, der Innenstadt und Potsdam-West ganz klar auf Sieg. Mit Isabelle Vandre haben wir eine Kandidatin, die hervorragend zum Wahlkreis passt. Sie vereint Glaubwürdigkeit, eine klare Haltung und das Eintreten für einen sozial-ökologischen Wandel.“ Wollenberg verwies darauf, dass bei den vergangenen Wahlen das linke Lager in Potsdam bis zu 75 Prozent erhielt, während konservative und rechte Parteien nur eine nachgeordnete Rolle spielten. Ganzen Beitrag lesen »

PM Urteil Studiengebühren

Zum Urteil des Verwaltungsgerichts Potsdam zur Rückzahlung der zwischen 2001 und 2008 erhobenen Immatrikulations- und Rückmeldegebühr erklärt Isabelle Vandre, hochschulpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Brandenburger Landtag:

„Das heutige Urteil war ein voller Erfolg für alle, die seit dem Bundesverfassungsgerichtsurteil 2017 darauf warten, endlich ihre zu Unrecht bezahlten, versteckten Studiengebühren zurück zu erhalten. Ich bedauere es zu tiefst, dass dafür erst der erneute Klageweg bestritten werden musste. Deswegen muss es nun schnell eine Lösung für alle ehemaligen betroffenen Studierenden geben. Als LINKE streiten wir natürlich weiterhin dafür, dass auch die aktuell erhobenen Gebühren abgeschafft werden.“

Rede Artikel 13 verhindern!

23. März 2019  Allgemein

Liebe Aktivistinnen und Aktivisten,

wir haben heute schon ein paar Mal gehört, warum die Änderungen der Europäischen Datenschutzgrundverordnung in Artikel 11 – 13 abzulehnen ist und welche weitreichenden Folgen diese Neufassungen für das Internet, wie wir es bisher kannten und nutzten, haben werden. Was mich jedoch in der Debatte am meisten aufregt, ist die Begründung der Artikeländerung, in der auf den Schutz von Künstlerinnen und Künstlern abgestellt wird. Ich glaube, wir alle hier sind uns einig darin, dass insbesondere kleine und junge Künstler_innen gestärkt werden und sie leichter für ihre Arbeit bezahlt werden müssen.

Die Änderung der Artikel 11 – 13 wird aber genau das nicht ermöglichen!

Die International Federation of Journalists stellte treffend fest: „Die Urheberrechtsrichtlinie verspottet Autorenrechte von Journalisten, indem sie Übernahmeverträge und Mobbing fördert, um Journalisten zu zwingen, ihre Rechte abzutreten, und den Verlegern eine Freifahrt ermöglicht, um mehr Gewinne zu erzielen, während die Journalisten Null erhalten.“

Worin genau die Gefahren für Künstler_innen, Autor_innen und Kunstschaffende besteht, hat Joe McNamee in dieser Woche eindrucksvoll in einen Gastbeitrag auf Netzpolitik.org zusammengefasst. Er argumentiert, dass Kreative es zukünftig mit drei Akteuren aufnehmen müssten: den Plattformen, den Verwertungsgesellschaften und den Filtergesellschaften.

1. Die Plattformen

Es sind die Plattformen die künftig für Urheberrechtsverstöße haftbar gemacht werden sollen. Ganz abgesehen davon, dass nur Uploadfilter dazu in der Lage sein werden die Datenmenge kontrollieren zu können und dabei eine absurde Praxis entstehen wird, werden die Plattformen auf Grund der unterschiedlichen nationalen Urheberrechtsnormen in den Mitgliedsländern der EU einen restriktiven Umgang mit Daten entwickeln, wollen sie keine Konsequenzen davon tragen. Für die Kunstschaffenden bedeutet dies, dass der Druck im Zweifel über die Plattformen an sie weitergegeben wird und die Abhängigkeitsverhältnisse zu wenigen, quasi Monopolisten, zunehmen werden. Ihnen wird die Freiheit genommen die eigenen Inhalte überall dort einzubringen, wo sie möchten. Und selbst wenn sie sich auf eine Plattform fokussieren, obliegt es dieser Plattform den Betroffenen Lizenzvereinbarungen zu verwehren, die Künstler_innen zu blockieren oder Inhalte zu entfernen.

2. Die Verwertungsgesellschaften

Wollen Kreative nicht allein mit den großen Plattformen verhandeln – mit allen Aspekten, die damit einhergehen – haben sie die Option mit sog. Verwertungsgesellschaften zusammen zu arbeiten. Diese verlangen jedoch einen Teil der Einnahmen der Personen, deren Werke sie lizensieren und identifizieren.

Wie umstritten die Verwertungsgesellschaften sind und was ihr Agieren in der Konsequenz bedeutet, konnte ich als hochschulpolitische Sprecherin meiner Fraktion vor ein paar Monaten in der Auseinandersetzung zwischen den Hochschulen und der VG Wort sehen. Auseinandersetzungsgegenstand war: dürfen Hochschulen für Lehrveranstaltungen ihren Studierenden Literaturquellen z.B. online zur Verfügung stellen oder verstößt das gegen die Nutzungsvereinbarung mit der VG Wort und wenn ja, wie viel Geld müssen die Hochschulen an die VG Wort bezahlen? Ich finde, das offenbart noch eine andere Dimension der Debatte, die eigentlich im Fokus stehen sollte: wie tarieren wir gesellschaftlich die legitimen Ansprüche aus, auf der einen Seite Wissenschaftler_innen, Künstler_innen etc. gut zu bezahlen und auf der anderen Seite Wissen öffentlich zugänglich und nutzbar zu machen? Wenn staatliche Hochschulen, an denen mit staatlichen Mitteln wissenschaftliche Erkenntnisse produziert und publiziert werden, für die Verwendung ihrer eigenen Erkenntnisse staatliche Mittel an eine Verwertungsgesellschaft bezahlen müssen, ist das absurd, aber sicherlich keine zu befördernde Form der Interessensvertretung.

Doch kommen wir zu dem 3. Akteur, mit dem sich Kreative auseinandersetzen werden müssen, laut Joe McNamee:

3. Die Filtergesellschaften

 Die Relevanz von Filtergesellschaften wird mit der Änderung von Artikel 13 weiter steigen, weil es nur wenige Unternehmen gäbe, die überhaupt über die Technologie zur Erfüllung der Verpflichtungen in der Richtlinie verfügen würden, führt er an. Im Ergebnis habe die Person, die ihre Arbeit zuerst in der Datenbank der Filtergesellschaften hoch lädt, die Kontrolle über zukünftige Verwendungen. Risiko: irgendjemand anderes hat bereits etwas Ähnliches hervorgebracht und war schneller. Die ersten Fälle absurder Sperrungen auf Grund dessen habe es natürlich bereits gegeben.

Liebe Aktivistinnen und Aktivisten,

Was ich euch anhand dessen zeigen wollte ist, dass nicht einmal die vorgebrachte Begründung der Änderung der Datenschutzgrundverordnung trägt: der Schutz und die Stärkung von Kunstschaffenden.

Auch deshalb sage ich: Nein zur Änderung von Artikel 11 – 13!
Safe Your Internet!

Diese Rede hielt ich auf der Potsdamer Demo am Aktionstag gegen die Einführung von Artikel 11-13.

Internationaler Holocaust-Gedenktag

Heute vor 74 Jahren befreite die Rote Armee die Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz. Dessen Name ist zum Synonym für den staatlich organisierten millionenfachen Mord an Jüdinnen und Juden geworden und mahnt wohin Antisemitismus, Rassismus und Nationalismus führen können.

Wer Verantwortung für die Zukunft übernehmen möchte, der muss Verantwortung für die Vergangenheit und Gegenwart übernehmen. Es ist an uns die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus wachzuhalten, historisches Wissen zu vermitteln und eine kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit gegen Angriffe von rechts zu verteidigen.

Alltägliches Engagement gegen Ressentiments, Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung gehören ebenso dazu wie die Förderung und Stärkung jüdischen Lebens in Deutschland. Judenfeindlichkeit hat keinen Platz in unserer Gesellschaft, die Würde des Menschen ist und bleibt unantastbar.