PM: Kein Podium für Rassisten – kein Podium für Sarrazin

Anlässlich der morgigen Buchvorstellung des ehemaligen Bundesbänker Thilo Sarrazin im Potsdamer Nikolaisaal erklärt Isabelle Vandre des Landessprecher_innenrates der Linksjugend [’solid] Brandenburg:
„Mit ‚Deutschland schafft sich ab‘ hat das SPD-Mitglied Thilo Sarrazin im Jahr 2010 einmal mehr bewiesen,dass rassistische und biologistische Positionen kein gesellschaftliches ‚Randproblem‘ darstellen, sondern vielmehr in der gesamten Gesellschaft verwurzelt sind. Mit seinen Thesen von einem ‚Juden – Gen‘, der Vererbbarkeit menschlicher Intelligenz sowie seinen Islamfeindlichen Positionen spielte er dabei neonazistischen, rassistischen und rechtskonservativen Strukturen von Freien Kameradschaften, NPD und Pro Deutschland in die Hand.“
Franziska Matschke, ebenfalls Mitglied des Landesprecher_innenrates dazu weiter:
„Am morgigen Dienstag wird Sarrazin nun erstmals sein neues Buch ‚Der neue Tugendterror‘ im Potsdamer Nikolaisaal vorstellen. Es scheint, Sarrazin wolle sich in diesem über die Kritiker_innen von ‚Deutschland schafft sich ab‘ beschweren, die dieses Pamphlet als das entlarvten, was es darstellt: eine Ansammlung kruder rassistischer Positionen unter dem Deckmantel der Wissenschaftlichkeit. In Zeiten, in denen NPD und Co. jedoch deutschlandweit zunehmend gegen Flüchtlinge hetzen, dabei vor Ort auf Zuspruch der Bevölkerung stoßen und die Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte zunehmen, werden die Auswirkungen von Sarrazins argumentatorischer Grundlage für diese umso deutlicher. Aus diesem Grund werden wir als Linksjugend [’solid] Brandenburg am morgigen Dienstag vor dem Potsdamer Nikolaisaal sein, um ein Ende der rassistischen Hetze gegen Flüchtlinge und Menschen muslimischen Glaubens sowie die Absage der Veranstaltung von Sarrazin zu fordern.“


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