- 17.02.2026
Pressemitteilung: Bilanz Wohnen 2025: Schlechtes Zeugnis für Brandenburgs Wohnungspolitik
Die Wohnungspolitik in Brandenburg wird der wachsenden Wohnungskrise nicht gerecht.
Zur heute von Brandenburgs Infrastrukturminister Detlef Tabbert vorgestellten Bilanz Wohnen 2025 erklärt die Brandenburger Bundestagsabgeordnete Isabelle Vandre (Die Linke):
„Die Lage auf dem Wohnungsmarkt in Brandenburg ist dramatisch: Laut eineraktuellen Studie fehlten Ende 2024 rund 24.000 Wohnungen. Mit der heute vorgelegten Bilanz Wohnen 2025 stellt sich Brandenburgs Infrastrukturminister Tabbert selbst ein schlechtes Zeugnis aus. Denn die vorgelegten Zahlen zur Wohnraumförderung zeigen einmal mehr, dass das Land seiner Verantwortung bislang nicht ausreichend gerecht wird.
In den laufenden Koalitionsverhandlungen stehen Ministerpräsident Woidke und
CDU-Landeschef Redmann nun in der Pflicht, deutlich mehr Mittel für den sozialen
Wohnungsbau bereitzustellen. Darüber hinaus müssen endlich die bestehenden
gesetzlichen Spielräume zum Schutz von Mieterinnen und Mietern konsequent
genutzt werden. Dazu zählen insbesondere die Verlängerung der Kündigungssperrfrist nach Wohnungsverkäufen sowie ein Verbot der Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen. Hier hat Detlef Tabbert während seiner Amtszeit
schlicht gepennt.
Wenn SPD und CDU jetzt nicht entschlossen handeln, wird sich die Wohnungskrise
in ihrer Regierungszeit weiter verschärfen.“
Hintergrund: Das Pestel-Institut geht im „Sozialen Wohn-Monitor 2026“ davon aus,
dass Ende 2024 rund 24.000 Wohnungen in Brandenburg fehlten, bis 2030 könnten
es gar rund 60.000 Wohnungen sein.
Mehr dazu: https://www.stadtspuren.com/aktuelles/rund-25-000-wohnungen-fehlen-in-brandenburg/