Kleine Anfrage „Steueraufkommen aus Kryptowert‑Transaktionen in Deutschland“ 03.09.2025

Kryptowerte erlangen in Deutschland immer mehr Beliebtheit. Gleichzeitig gibt es bisher keine amtlich geführten Statistiken über die Höhe der anfallenden Steuern. Mehrere Studien belegen dabei, dass die steuer- und strafrechtlichen Kontrollen zu gering ausfallen und damit die Gefahr von Geldwäsche und Steuerbetrug sehr hoch ist. Daher habe ich eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung gestellt, um mich nach den Gründen für die fehlenden Statistiken, nach der Höhe der Steuerausfälle im Kryptosegment und den Maßnahmen zu erkundigen, die die Bundesregierung ergreift, um dem Ganzen entgegenzuwirken.

Zur ernüchternden Antwort der Bundesregierung folgt nachfolgend meine Stellungnahme:

„Die Steuerausfälle, die durch Krypto entstehen, sind im Milliardenbereich. Die Bundesregierung scheint keinen Einblick in diesen wachsenden Markt zu haben, der unbedingt eine Regulierung braucht. Sie hat weder Zahlen zum Umfang des Handels noch zur Höhe der Steuerschäden. Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) zieht nur jeden dritten von 100 hinterzogenen Euro auch tatsächlich ein. Unter solchen Bedingungen kann man sich Kryptohandel nicht leisten. Die Linke lehnt deshalb spekulative und energieintensive Kryptowährungen in dieser Form ab und fordert eine umfassende staatliche Kontrolle: strenge Regulierung des gesamten Kryptomarkts, Abschaffung der Steuervorteile, ein Verbot anonymer Wallets und konsequente Maßnahmen gegen Geldwäsche. Solange diese Auflagen nicht umgesetzt werden, müssen wir auch ein Verbot besonders kriminalitätsanfälliger Kryptowährungen in Erwägung ziehen.“