Kleine Anfrage: Medizinstudium an der Health and Medical University (HMU) Potsdam

Im Wintersemester 2020/2021 nahm die HMU in Potsdam ihren Lehrbetrieb auf. Neben der Humanmedizin bietet die HMU auch die Bachelorstudiengänge Psychologie, Medizinpädagogik und Medical Controlling and Management, sowie die Masterstudiengänge Psychotherapie und Medizinpädagogik an. Laut Eigenaussage können die Studierenden somit zwischen einem Fachhochschul- und einem universitären Studiengang wählen. Bisher sollen ca. 500 Studierende an der HMU Potsdam immatrikuliert sein, der Standort soll jedoch bis 2027 erheblich weiter ausgebaut werden. Die Studiengebühren für ein Medizinstudium an der HMU, das mit dem zweitgrößten kommunalen Krankenhaus in Brandenburg, dem Klinikum Ernst von Bergmann (KEvB), kooperiert, sollen 1500 € im Monat für den ersten und
zweiten Studienabschnitt, sowie 300 € im Monat im praktischen Jahr bis zum Abschluss der 3. Ärztlichen Prüfung betragen.


Im Zuge der Neuordnung der Brandenburgischen Hochschullandschaft zum Beginn der 1990er Jahre hatte Brandenburg sich auf Empfehlung des Wissenschaftsrates bewusst gegen den Aufbau eines eigenen Studiengangs Humanmedizin entschieden. Der Bedarf des Landes an Ärztinnen und Ärzten sollte über Kooperationsvereinbarungen mit der Charité Berlin gedeckt werden. Mit der Charité gab es daraufhin Verträge mit bis zu 12 Lehrkrankenhäusern in Brandenburg. Das KEvB gehörte dazu.


Noch im November 2018 diskutierten die Wissenschaftsausschüsse der Landesparlamente von Berlin und Brandenburg in einer gemeinsamen Sitzung über die Möglichkeit der Vertiefung der Kooperationen zwischen den Brandenburger Kliniken mit der Charité. Inzwischen existieren mit der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) und der HMU jedoch zwei nichtstaatliche Angebote der Medizinerinnen- und Medizinerausbildung. Die MHB erhält seit dem Nachtragshaushalt 2020 eine direkte finanzielle Unterstützung aus dem Landeshaushalt.

Zudem präsentierte die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur die Empfehlungen der Expertenkommission zu Eckpunkten und Schwerpunktsetzungen des Innovationszentrums Universitätsmedizin Cottbus vom 28.6.2021 im Juli dieses Jahres, also einer eigenen humanmedizinischen Fakultät an der BTU Cottbus.

Ich fragte die Landesregierung und habe Antwort erhalten:


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