PM: Semesterticket weiter in Gefahr – Druck auf Regierungskoalition wächst

nachdem der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) einen drastischen Anstieg der Semesterticketpreise angekündigt hatte, wurde den Studentinnen und Studenten nun ein neues Angebot unterbreitet.

200,00 Euro sollen die Studierenden aller Brandenburger Hochschulen ab dem kommenden Sommersemester zahlen. Für die Studierenden in Cottbus-Senftenberg, Eberswalde und Frankfurt wäre das ein Anstieg um 30,00 Euro (18 Prozent). Ab dem Sommersemester 2023 soll der Preis zusätzlich um 3% jedes Semester erhöht werden. Dazu erklärt Isabelle Vandre, hochschulpolitische Sprecherin:

Ich begrüße, dass der VBB gezeigt hat, dass er verhandlungsfähig ist, aber eine zufriedenstellende Lösung ist es nicht.

Eine Preiserhöhung zu Zeiten von Corona bleibt inakzeptabel. Viele Studierende haben ihre Jobs verloren und Präsenzveranstaltungen finden weiter nicht in vollem Umfang statt. Daran wird sich auch in den kommenden Monaten leider wenig ändern. Genau deshalb erwarte ich, dass die Regierung sich endlich auf die Seite der Studierenden stellt und nicht nur mit Lippenbekenntnissen glänzt.

Zu den Haushaltsberatungen in der Landtagssitzung nächste Woche hat die Regierungskoalition die letzte Chance, zu zeigen, ob sie es ernst meint. Dann könnte sie unserem Haushaltsantrag auf gedeckelte Ticketpreise zustimmen und ihren eigenen Parteitagsbeschlüssen endlich Taten folgen lassen.

Mittelfristig ist ein 365€-Jahresticket möglich und in Anbetracht der aktuellen Lage auch angebracht und zeitgemäß. Was für Azubis möglich ist, kann auch für Studierende funktionieren! Anstatt jetzt faule Kompromisse einzugehen brauchen wir jetzt die Zeit, um ein faires 365€-Ticket auf den Weg zu bringen.


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