Veröffentlichungen

PM: Prekäre Beschäftigung in der Wissenschaft bekämpfen!

Heute hat sich der Bundesrat erstmals mit dem Entwurf der Bundesregierung zur Novelle des Wissenschafts-Zeitvertragsgesetzes befasst. Dazu haben sich Isabelle Vandre und Christian Schaft geäußert, die wissenschaftspolitischen SprecherInnen der LINKEN in den Landtagen von Brandenburg und Thüringen:

„Viel zu lange ließ diese Gesetzesnovelle der Bundesregierung auf sich warten. Auch wenn wir einzelne Verbesserungen der Beschäftigungsbedingungen des wissenschaftlichen Personals der Hochschulen und Forschungseinrichtungen begrüßen und der Gesetzesentwurf ein wichtiger Schritt ist, so sehen wir immer noch vielfältigen Nachbesserungsbedarf. Die Länder teilen diesen partiell und haben heute im Bundesrat unter anderem die Empfehlung zur Aufhebung der Tarifsperre im vorliegenden Novellierungsgesetz sowie die Mindestvertragsdauer von 24 Monaten bei Erstverträgen beschlossen“, erklärt Christian Schaft.

Isabelle Vandre weiter: „Uns fehlt u.a. der Grundsatz, dass Daueraufgaben an den Hochschulen nur durch Dauerstellen abgedeckt werden dürfen. Ebenso muss das Gesetz festschreiben, wie hoch der Mindestanteil der Arbeitszeit für die eigene wissenschaftliche Qualifikation zu sein hat. In Brandenburg haben wir bei der letzten Novelle des Hochschulgesetzes einen Mindestanteil von einem Drittel festgelegt – eine solche Regelung muss es auch bundesweit geben. Wir erwarten von der weiteren Debatte, dass noch mehr Änderungen aufgenommen werden, die wissenschaftliche Beschäftigungsverhältnisse verbessern. Nur so kann prekärer Beschäftigung endlich konsequent begegnet werden.“

PM: Soziale Belange bei der Hochschulzulassung gestärkt!

Der heute vom Fachausschuss beschlossene Gesetzentwurf wurde durch die Koalition v.a. unter sozialen Gesichtspunkten noch einmal verbessert. Künftig sind für die Verfahren der Hochschulzulassung Gebühren ausgeschlossen, was eine enorme Erleichterung für Studienbewerber*innen darstellt. Gestrichen wurde auf unseren Vorschlag hin die Höchstgrenze für die Anerkennung von Wartesemestern. Zusätzlich werden jetzt in allen Phasen der Zulassung soziale Kriterien der Bewerber*innen berücksichtigt, was einen Ausgleich für sozial benachteiligte Personen bedeutet. Bereits vor der Beratung im Ausschuss konnte auf unsere Initiative hin z.B. eine Antidiskriminierungsklausel sowie eine Mindestquote bei Studienplätzen für besonders zu unterstützende Personengruppen im Gesetz verankert werden.

DIE LINKE steht zwar grundsätzlich einer Beschränkung der Hochschulzulassung kritisch gegenüber und plädiert für einen bedarfsgerechten Ausbau der Studienplätze. Unter den derzeitigen Bedingungen aber ist der heute beschlossene Gesetzentwurf mit seinem starken Fokus auf die sozialen Belange der Studienbewerber*innen ein Schritt in die richtige Richtung.

PM: Zugang zum Studium sozial gestalten

Die heutige Anhörung hat die Linksfraktion darin bestärkt, dass das Gesetz einen Ausgleich sozialer Nachteile von Studienbewerber_innen gewährleisten muss. Eine Entscheidung unter alleiniger Berücksichtigung der Abiturnoten erfüllt diesen Anspruch nicht. Daher wollen wir darauf hinwirken, dass mehr als nur der Abiturdurchschnitt und eine gewichtete Einzelnote in die Entscheidung über Annahme oder Ablehnung von Bewerber_innen einfließen.

Außerdem müssen alle Auswahlverfahren, die oft vor einer Zulassung zum Studium stehen, gebührenfrei sein. Diese und weitere Ideen werden wir in die Debatte zum Gesetzentwurf einbringen.

DIE LINKE steht prinzipiell für einen freien Zugang zum Studium. Leider ist die Anzahl der Studienplätze auf Grund der Kapazitäten der Hochschulen limitiert. Das führt dazu, dass nicht alle ein Studium beginnen können, die es gerne möchten. Einschränkungen der Freiheit der Berufswahl bezeichnete das Bundesverfassungsgericht bereits 1977 als „situationsbedingte Notmaßnahmen zur ‘Verwaltung eines Mangels‘“. Wir teilen diese Auffassung und setzen uns dafür ein, bundesweit ausreichend Studienplatzkapazitäten zu schaffen und ihre Vergabe bundeseinheitlich zu regeln und zu koordinieren.

PM: Bafög-Mittel für Verbesserung der Studierenden-Situation statt für strittige Studiengänge

Duale Studiengänge sind in Brandenburg wenig nachgefragt. In den derzeit 7 Dualen Studiengängen in Brandenburg sind nur rund 150 Studierende immatrikuliert. DIE LINKE sieht daher keine Notwendigkeit, diese Studiengänge mit den frei werdenden Bafög-Mitteln in großem Umfang auszubauen.

Problematisch ist weiterhin, dass die Hochschulen für diese Studiengänge einen sehr hohen Organisationsaufwand haben. Zusätzlich besteht die Gefahr, dass Unternehmen direkt Einfluss auf die Lehrinhalte nehmen.

Die Antwort zeigt außerdem, dass es bei den Unternehmen in Brandenburg gar nicht die Kapazität für deutlich mehr Studienplätze in diesem Bereich gibt.

Sinnvoller eingesetzt wären die Millionen aus den Bafög-Mitteln für die Verbesserung der Lernbedingungen von Studierenden – beispielsweise für den Ausbau von Wohnheimplätzen, für die Ausweitung der psychologischen und sozialen Betreuung, für die Beratung von Studierenden und die Aufstockung von KiTa-Plätzen für Studierende mit Kind.

Ich erwarte von der Landesregierung eine Analyse, die klärt, ob es überhaupt weitere DualeStudiengänge braucht. Der Bedarf, die Rahmenbedingungen für das Studium zu verbessern, ist in jedem Fall gegeben.

PM: „AfD SHUT UP!“ – Gauland nicht unwidersprochen neu gewählten Landtag eröffnen lassen

Nicht erst die jüngsten Skandale um einige Abgeordnete der Brandenburger AfD-Fraktion zeigen, dass diese Partei mit politischen Inhalten agiert, die einer toleranten Gesellschaft entgegenstehen.

In den Reihen der AfD finden sich viele Abgeordnete mit einer deutlich rechten Vergangenheit. Im Zusammenhang mit aktuellen Diskussionen muss leider davon ausgegangen werden, dass die AfD, entgegen ihrer Lippenbekenntnisse, immer öfter demokratischen Boden verlässt.

Herr Dr. Gauland muss endlich zugeben, wem er in seiner Partei alles eine politische Plattform gegeben hat.

Inhaltliche Forderungen wie nach einer „deutschen Drei-Kind-Familie“, der Abschaffung des Sozialstaates, das klare Bekenntnis zur Elitenbildung oder die Skandalisierung einer vermeintlichen Ausländer*innenkriminalität zeigen Nähe zu NPD und Co.

Vorsitzende einer solchen Partei müssen mit Kritik bei der Eröffnung eines demokratischen Parlamentes rechnen.

PM: Jugend trainiert für Brandenburg – Linksjugend [’solid] veröffentlicht Jugendwahlprogramm

03. Juli 2014  Politisches, Pressemitteilungen

Auf der 17. Landesmitgliederversammlung der Linksjugend [’solid] Brandenburg, welche am vergangenen Wochenende vom 27. und 29. Juni im Friedensdorf in Storkow stattfand, wurde ein breitgefächertes Jugendwahlprogramm zu den anstehenden Landtagswahlen beschlossen.
„Wir wollen den Jugendlichen in Brandenburg eine starke Stimme für Ihre Interessen geben. Deshalb haben wir ein eigenes Wahlprogramm mit Schwerpunkten, die für uns Jungendliche wichtig sind, erarbeitet“, sagt Isabelle Vandre, Mitglied des Landessprecher_innenrates der Linksjugend [’solid] Brandenburg und Jugendkandidatin zu den Landtagswahlen für DIE LINKE. Ganzen Beitrag lesen »

Dokumentiert: Gespräch mit dem Seniorenbeirat Fürstenberg (MAZ)

19. Juni 2014  Pressespiegel
MAZ am 19.06.

MAZ am 19.06.

PM: „SPD bricht Wahlversprechen und blockiert Abschaffung versteckter Studiengebühren“

Anlässlich der gestern bekannt gewordenen Positionen der SPD zur Novellierung des Brandenburgischen Hochschulgesetzes erklärt Isabelle Vandre, Mitglied des Landessprecher_innenrates der Linksjugend [’solid] Brandenburg:
„Wir sind enttäuscht darüber, dass sich die SPD-Fraktion weigert mit der Novellierung des Brandenburgischen Hochschulgesetzes einen essentiellen Beitrag zur Verbesserung der Hochschullandschaft zu leisten. Mit ihrer Blockadehaltung gegenüber der Abschaffung der Immatrikulations- und Rückmeldegebühr verstößt die SPD jedoch nicht nur gegen ihr Landtagswahlprogramm von 2009, in dem sie sich klar gegen jegliche Studiengebühren positioniert hatte, sondern sie hält auch an einer vermutlich verfassungswidrigen Gebühr fest.  Der LINKE-Finanzminister Görke hatte die Finanzierung der Gebührenstreichung bereits zugesichert.
Statt nur bei erfolgreicher Wiederwahl mehr Geld u.a. für Hochschulen in Aussicht zu stellen, könnte sie die soziale Lage der Studierenden schon jetzt verbessern. Es droht nun die Chance zu verstreichen, jetzt mit einem neuen Hochschulgesetz in den Punkten soziale Hochschule, friedliche Wissenschaft sowie mehr demokratische Beteiligung bundesweit Maßstäbe zu setzen. Ganzen Beitrag lesen »

PM: Kein Podium für Rassisten – kein Podium für Sarrazin

Anlässlich der morgigen Buchvorstellung des ehemaligen Bundesbänker Thilo Sarrazin im Potsdamer Nikolaisaal erklärt Isabelle Vandre des Landessprecher_innenrates der Linksjugend [’solid] Brandenburg:
„Mit ‚Deutschland schafft sich ab‘ hat das SPD-Mitglied Thilo Sarrazin im Jahr 2010 einmal mehr bewiesen,dass rassistische und biologistische Positionen kein gesellschaftliches ‚Randproblem‘ darstellen, sondern vielmehr in der gesamten Gesellschaft verwurzelt sind. Mit seinen Thesen von einem ‚Juden – Gen‘, der Vererbbarkeit menschlicher Intelligenz sowie seinen Islamfeindlichen Positionen spielte er dabei neonazistischen, rassistischen und rechtskonservativen Strukturen von Freien Kameradschaften, NPD und Pro Deutschland in die Hand.“ Ganzen Beitrag lesen »

PM: Linksjugend [’solid] Brandenburg verurteilt rassistische Hetze der vergangenen Woche gegen Flüchtlinge und wählt Jugendkandidaten für die Landtagswahlen 2014

Am  vergangenen Sonntag ist die dreitägige Landesmitgliederversammlung der  Linksjugend [’solid] Brandenburg in  Potsdam zu Ende gegangen. In einem ihrer zentralen inhaltlichen Anträge erklärt sich die Linksjugend solidarisch mit allen Flüchtlingen. Ganzen Beitrag lesen »